Kostenlos konstruieren mit FreeCAD

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FreeCAD für unterschiedliche Fachgebiete

FreeCAD ist ein parametrisches 3D-CAD-System mit vielen Werkzeugen, und das auch noch »für lau«. Die freie Software läuft auf verschiedene Betriebssystemen, zusätzlich ist die Software im Quellcode und auch als ausführbare Datei verfügbar. Das sind interessante Gründe, die Software einmal näher in diesem Beitrag zu betrachten.

 

Überblick

Ähnlich wie kommerzielle Softwarepakete erstellt FreeCAD dreidimensionale Objekte. Für die Erstellung nutzt FreeCAD die Technologie von Open CASCADE. Die Objekte sind parametrisch, das bedeutet eine nachträgliche Änderung nahezu aller Parameter ist jederzeit möglich. Über den integrierten Python Interpreter sind eigene Befehle zur Automatisierung oder Abfrage programmierbar. Einen eigenen Renderer besitzt FreeCAD nicht, dafür bieten verschiedene Drittanbieter entsprechende Tools an. Die Installation einer 3D-Maus ist nur möglich, wenn sie die Treiber von 3Dconnexion verwenden.

Umfange Werkzeuge (Workbench)

Spezielle Werkzeuge,  sogenannte Workbench oder Werkbank, erleichtern die konstruktive Arbeit. Die folgende Auflistung ist nur ein kleiner Teil dieser Werkzeug:

  • Part (Modellierung parametrischer Teile – z. B. Maschinenbau u. ä.)
  • PartDesign (Modellierung komplexer parametrischer Teile – z. B. Maschinenbau u. ä.)
  • TechDraw (Technische Zeichnungen vom 3D-Modell ableiten – z. B. 3 Tafelbild)
  • Mesh (Modelle in ein Netzobjekt umwandeln – wird für 3D-Druck gebraucht – und bearbeiten)
  • Arch (Moderner vollparametrischer Architekturbereich inklusive Basis BIM Werkzeuge)

Es sind weit über 20 Werkzeuge in der Basisinstallation vorhanden, die den Benutzern zu Verfügung stehen.

Unterstützte Formate

Es werden unter anderem die die wichtigsten herstellerunabhängige Industrieformate wie STEP, IGES, IFC und DXF unterstützt. Nicht unterstützt wird das DWG Format. Hier bietet sich die nahtlos integrierbare Software ODA File Converter an. Ca. 25 weitere Formate öffnen den Weg zu anderen Programmen.

3D-Druck

Die Vorbereitung für den 3D-Druck beginnt mit der Umwandlung des Modells in eine Netzstruktur (Mesh). Viele Slicer können dieses Format verarbeiten. Für die Netzerstellung stehen drei Netz-Generatoren zur Verfügung. Das nachträgliche Prüfen und Reparieren des fertigen Netzes erfolgt mit weiteren Werkzeugen. Zum Abschluss erfolgt der Export z. B. in das STL-Format. Es ist das bekannteste Format für den 3D-Druck.

Community

Es gibt eine große Community im FreeCAD Forum. Probleme mit der Software oder vielleicht mit der eigenen Konstruktion findet hier Gehör. Wo besteht noch die Möglichkeit mit den Programmieren direkt zu kommunizieren. Im FreeCAD Forum sind Sie nie alleine.

FreeCAD Praxis

FreeCAD ist ein sehr komplexes CAD-Programm. Erst mit der Nutzung der Software in der Praxis tauchen wie so oft die relevante Fragen auf. Auf meinem Kanal »BavariaShape – FreeCAD PRAXIS« sind Antworten, sowie Tipps & Tricks in kurzer Form leicht und verständlich erklärt. Die Clips sind sparsam in der Dateigröße, sodass auch bei langsamen Internetverbindungen eine vertretbare Ladezeit vorhanden sein sollte.

Fazit

FreeCAD eignet sich sehr gut auch für den 3D-Druck. Vor allem die parametrische Funktion ist beim Anpassen nach dem Testdruck des Modells sehr hilfreich. Sollten Sie zu den oben genannten Themen noch Fragen haben, können Sie mich gerne kontaktieren.